
Im April 1911 begann für die von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel das Zeitalter der Gasversorgung. Bis zum Jahre 1931 lieferte das damalige städtische Betriebsamt Bielefeld Gas zu Heizzwecken an die Krankenanstalten Gilead. Ab dem Oktober1931 bis in das Jahr 2008 war die RWE Gas (Nachfolgeunternehmen der WFG) unser Gasvorlieferant. Ab Oktober 2008 sind die Stadtwerke Bielefeld unser Gaslieferant.Heutzutage gibt die Gasversorgung Bethel ca. 120.000.000 kWh pro Jahr an ihre Verbraucher ab. Das Gasrohrnetz ist einschließlich Hausanschlüsse ca. 30 km lang, und besteht aus Stahl- und PE-Rohren.
Am Südostausgang von Bethel stehen als Symbol der Gasversorgung zwei Denkmal geschützte Kugelgasbehälter. Der erste genietete Behälter, mit einem Fassungsvermögen von 4.000 cbm, wurde 1932 erbaut, der zweite geschweißte Behälter 1962. Und so stellen sie ein einmaliges technisches Ensemble dar und dürfen nun, da sie als Vorratsbehälter ausgedient haben, als industrielles Denkmal weiter existieren.
1880 wurde der Trinkwasserbehälter Hermon gebaut, um die damaligen Anstaltsgebäude mit Trinkwasser zu versorgen. Die Inbetriebnahme des Wasserbehälters Hermon kann wohl als offizieller Beginn der Wasserversorgung Bethel gewertet werden.
Bericht 1880:
Eine besondere Wohltat hat uns Gottes Güte im vergangenen Spätherbst durch das Gelingen unsere Wasserleitung zu Teil werden lassen, welche über 8000 Eimer vortreffliches Quellwasser ohne jedes Pumpwerk täglich bis in die Dachetagen unserer sämtlicher Anstaltsgebäude leitet und von deren bedeutenden Kosten durch die Freundlichkeit vieler unbekannter Gebete größtenteils gedeckt sind.
Damit ist die Hauptsorge für das materielle Wohlsein unserer Kranken genommen.
Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurden die ersten Regen- und Schmutzwasserkanalstränge in den vBA Bethel gebaut. Die Schmutzwasserkanäle der Außenbezirke endeten teilweise in den sogenannten Drei-Kammer-Systemen. Die Regenwasserkanäle wurden in vorhandenen Bachläufe geleitet.
Im inneren Bereich von Bethel wurde das Schmutzwasser zu einem Sammelbehälter im Bereich des heutigen Karl-Schnittger-Weges geleitet, und von dort zu den sogenannten Rieselflächen im Bereich der heutigen Rehwiese gepumpt.
Seit dem Jahre 1962 übergeben wir das Schmutzwasser an die Stadt Bielefeld, die sich weiter um die Fortleitung und Reinigung kümmert. Gleichzeitig wurde der vBA Bethel die Abwasserbeseitigungspflicht für den Bereich Bethel erteilt.
Heutzutage unterhält die vBA Bethel ein komplettes Trennsystem von Schmutz- und Regenwasser. Die Abwasserbeseitigungspflicht wurde im Jahr 2005 von der Bezirksregierung Detmold für Schmutz- und Regenwasser erneuert. Aufgrund neuer umfrangreicher Untersuchungen im Kanalnetz und neuer Bestimmungen, führt die Abwasserbeseitigung Bethel seit 2002 größere Instandhaltungs- und Neubauarbeiten in ihrem Netz durch.
Gleichzeitig wir im Zuge des Kanalbaues von der Stadt Bielefeld, aber auch auf eigene Kosten anstaltseigenen Straßen erneuert. Als Bespiel können der Bethel- und Teile des Remterweg als Neubaumaßnahme genannt werden. Bis zum Jahr 2015 wird des weiterhin umfangreiche Eneuerungen geben.